Englisch online lernen – was ist besser: RosettaStone, Babbel oder Duolingo?

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Hast du schon mal versucht, Englisch online zu lernen? Nein? Na dann wird es aber Zeit. Meiner Meinung nach kann man mit Online-Kursen und Mobile Apps wie Babbel, Rosetta Stone und Duolingo die eigenen Sprachkenntnisse wunderbar aufbessern. Man bleibt super flexibel. Egal ob morgens zu einer Tasse Kaffee oder auf dem Weg zur Arbeit – hier kann man mehrmals täglich ein paar Minuten sinnvoll investieren. Mein Fazit ist allerdings, dass diese Online-Resourcen unbedingt noch mit „richtigem“ Unterricht und Sprachpraxis ergänzt werden sollten. Ich bezweifle, dass man Englisch nur mit diesen Apps perfekt lernen kann. Als Ergänzung eignen sie sich jedoch perfekt!

In diesem Artikel vergleiche ich die bekannte Rosetta Stone Software, Babbel und Duolingo miteinander. Welche dieser Online-Resourcen eignet sich am besten zum Englischlernen? Die drei Anbieter unterschieden sich zunächst einmal preislich. RosettaStone kostet mit Abstand am meisten. Babbel ist sehr günstig und Duolingo ist komplett kostenlos. Doch welche der drei ist am besten?

Ich habe alle drei Online-Ressourcen ausprobiert. Im Folgenden werde ich meine persönliche Meinung dazu darlegen. Mein Fazit: Man kann nicht sagen, dass eine per se am besten ist. Es kommt darauf an, was für ein Lerntyp du bist. Was deine Ziele sind. Und ob du ein kompletter Anfänger bist, oder ob du bereits einige Kenntnisse in der englischen Sprache mitbringst.

#1 RosettaStone – perfekt für intuitive Lerner!

Meine ganz persönliche Empfehlung: Verwende Rosetta Stone, wenn du schnell Fortschritte im Englischen machen möchtest und du Sprachen intuitiv lernst.

Du machst dir nicht allzu viel aus Grammatik. Es reicht dir, wenn du die groben Regeln kennst. Aber hauptsächlich geht es dir darum, eine neue Sprache schnell sprechen zu können – egal, ob du ein paar Fehler machst oder nicht. Learning by doing eben. Es interessiert dich wenig, die innere Sprachlogik im Detail zu verstehen. Bzw. du denkst, dass dieses Verständnis sowieso erst kommt, wenn man eine Sprache auch wirklich sprechen kann. Und um eine Sprache sprechen zu können, muss man einfach „drauf los plappern“. Nun, bei RosettaStone kannst du genau das tun. Von Anfang an musst du sprechen. Der Fokus liegt auf der Aussprache und auf dem Wiederholen von Wörtern. Denn ohne Wortschatz kannst du auch nicht reden. Kurzum: Wenn du so schnell wie möglich sprechen lernen möchtest, lege ich dir diese Software ans Herz.

Egal ob du Englisch, Deutsch, Spanisch oder Chinesisch mit RosettaStone lernen möchtest. Für jede Sprache ist die Software individuell zugeschnitten. Somit ist sie einmalig in der Welt. Ursprünglich wurde die Software vom US-Geheimdienst für amerikanische Abgesandte nach Russland entwickelt. Das Konzept der Software war damals schon einmalig: Man wollte die Art und Weise nachahmen, wie Kleinkinder eine Sprache erlernen. Nämlich durch reine Intuition. Und genau deswegen ist das Erlernen einer neuen Sprache mit RosettaStone auch so effizient.

Das Gute an Rosetta Stone – wie bei allen Onlinekursen – ist die Flexibilität. Man kann Englisch lernen, wann immer man Zeit hat. Natürlich sollte man darauf achten, die Software regelmäßig zu benutzen. Ich persönlich würde es immer empfehlen, noch einen Tandempartner zu suchen, mit dem man das Gelernte gleich anwenden kann. Solche Tandempartner kann man sowohl im Internet finden als auch bei lokalen Events wie Couchsurfing oder Internations. Einfach mal googeln :)

Meine Bewertung: Inwiefern eignet sich RosettaStone zum Englischlernen?

5/5 Sternen

+ Der Fokus liegt auf dem Sprechen
+ Perfekt um den Wortschatz zu erweitern
+ Lernen durch Intuition – man erlernt eine Sprache wie ein kleines Kind
+ Man kann das Lerntempo selbst bestimmen
+ beste Qualität und basiert auf sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen
+ wird seit Jahrzehnten von Konzernen und Firmen aus ganzer Welt für die Mitarbeiter verwendet

– relativ kostenintensiv (der Preis beginnt bei ca. 179 Euro für 6 Monate)
– es lohnt sich zusätzlich noch ein Grammatikbuch anzuschaffen, dass alle Regeln im Detail erklärt, da RosettaStone weniger den Fokus auf Grammatik legt als auch intuitives Lernen

Kurzum: RosettaStone ist mein Favorit, wenn es darum geht, Englisch so schnell wie möglich sprechen zu können.

#2 Babbel – Englisch lernen kann auch Spaß machen!

Lass mir dir kurz erklären, was es mit Babbel auf sich hat. Babbel ist eine App, mit der man spielerisch Englisch lernen kann. Die Babbel App bietet auch andere Sprachen an. Im Angebot sind derzeit rund 12 Fremdsprachen wie Russisch, Spanisch, Französisch, Englisch etc. Da diese Lernsoftware von der Europäischen Kommission gesponsert wird, liegt der Fokus auf europäischen Sprachen. Ziel von Babbel ist es somit, die Kommunikation unter europäischen Bürgern zu fördern. Es gibt auch die Möglichkeit, Babbel am Computer im Browser zu verwenden, falls einem der Handybildschirm zu klein sein sollte. 

Also, was ist meine Meinung zu Babbel? Ich finde es super! Man kann sich die App kostenlos herunterladen und ausprobieren. Somit bekommt man einen guten Eindruck, was es damit auf sich hat. Die Babbel-App eignet sich auch gut für Sprachanfänger im Englischen. Warum? Weil sie Schritt für Schritt die Grammatik erklärt. Ich finde die Tipps besonders gut, denn die Softwareentwickler haben sich gute Eselsbrücken überlegt, damit man sich Grammatikregeln gut merken kann.

Darüberhinaus gibt es viele Bilder, mit denen der Wortschatz erweitert wird. Besonders für visuelle Lerner eignet sich diese App daher sehr gut. Es gibt wie bei RosettaStone auch die Möglichkeit, die Aussprache zu üben, indem man die Wörter in die App spricht. Eine Sprachsoftware erkennt dann, ob man das Ganze einigermaßen korrekt ausgesprochen hat. Natürlich kann man hier nicht die gleiche Qualität wie bei RosettaStone erwarten. Und es gibt auch noch nicht so viele Sprachlevels, dass man mit Babbel eine Sprache wirklich fließend erlernen kann. Doch sie ist perfekt als Zusatz zu anderen Sprachmethoden, wie ein Sprachkurs, RosettaStone oder einem Privatlehrer.

Muss man für Babbel bezahlen? Ja. Nur die Testversion ist kostenlos. Danach bezahlt man ab 5 Euro im Monat. Wenn man das Babbel-Sprachabo kündigen möchte, muss man dies auf seinem iTunes-Account tun. Dafür loggt man sich am besten im Computer ein, geht auf Account, dann auch Abos, und dann kündigt man es.

Wie funktioniert Babbel?

Achtung: Wenn du ein Sprachabo bei Babbel kaufst, gilt dies nur für diese eine Sprache! Du musst für jede Sprache ein neues Abo kaufen. 

Meine Bewertung von Babbel

4/5 Sternen

+ Hoher Spaßfaktor
+ extrem gute Erklärungen für Grammatik
+ eignet sich für komplette Anfänger aber auch Fortgeschrittene
+ kostenlos Ausprobieren, dann ab ca. 6 Euro
+ super, um unterwegs den Wortschatz aufzubessern

– nur mit dieser App wirst du keine Sprache fließend sprechen lernen

#3 Duolingo – die kostenlose Variante

Zuerst einmal fällt bei Duolingo ins Auge, dass der Dienst bisher vollkommen umsonst ist. Man kann sowohl auf dem Computer die Software kostenfrei benutzen. Genau so sieht es mit der App aus, die man sich umsonst herunterladen kann. Was für Unterschiede zu Rosetta Stone und Babbel gibt es noch? Da wären einige!

Duolingo spezialisiert sich auf das Lernen mit Bildern. Die Software ist meiner Meinung nach daher besonders für visuelle Lerntypen gut geeignet. Zwar arbeiten RosettaStone und Babbel auch intensiv mit Bildern allerdings nicht im gleichen Umfang. Bei Duolingo gibt es fast ausschließlich Bilder. Ich möchte das jetzt gar nicht unbedingt negativ darstellen, allerdings hat mich das Ganze eher an eine Software für Kinder erinnert. Als Erwachsener Sprachlerner möchte ich dann doch mehr Erklärungen und Texte, als das was in Duolingo angeboten wird. 

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Software bei Kindern extrem gut ankommt, sie ist noch spielerischer aufgebaut als die anderen zwei Softwares, die ich oben beschrieben hab.

Für Erwachsene finde ich es ein wenig einseitig. Aber auf der anderen Seite ist die Software kostenlos, von daher kann man eigentlich nicht viel bemängeln. Was ich vorschlagen würde ist, dass man Duolingo einfach mal am Computer ausprobiert und guckt, ob das was für einen ist. Der Kostenfaktor bei den anderen Softwares kann natürlich auch für einen Motivationsschub sorgen, wogegen kostenlose Softwares möglicherweise schnell nicht mehr benutzt werden.

Also mein Fazit? Duolingo eignet sich meiner Meinung nach besonders für:
1. Kinder, die spielerisch eine neue Sprache mithilfe von vielen Bildern lernen möchten.
2. Solche, die kein Geld ausgeben möchten. Aber trotzdem ab und zu neue Vokabeln lernen wollen.

3/5 Stars Duolingo

+ für den visuellen Lerntyp
+ es ist kostenlos
+ perfekt für Kinder

–  nicht geeignet, um wirkliche Fortschritte in einer Sprache zu machen
–  wenig Erklärungen
–  zu viele Bilder

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